PARADIES
der Abschluss der Bildband-Trilogie
Nach der weiten Leere, dem Fernweh und dem wehmütigen Abschied einer Sommer-Liaison in der Schwarz-Weiß-Monographie „Tage Danach“, kehrt Ben Hammer zurück. Doch die Welt, in die er zurückkehrt, ist eine andere. Inmitten der Stille der weltweiten Pandemie richtet sich der Blick weg von der Ferne und direkt auf das, was uns unmittelbar umgibt: den Alltag.
Vom Suchen und Finden der Schönheit. „Paradies“ ist keine Dokumentation des Stillstands, sondern eine bewusste Entscheidung, im Profanen das Besondere zu sehen. Fotografiert auf analogem Farbfilm mit der unbestechlichen Direktheit einer Contax T2, fängt der Bildband jene flüchtigen Momente ein, die wir im Rauschen des normalen Lebens oft übersehen. Es ist die Suche nach dem Paradies vor der eigenen Haustür.
„Das Paradies ist kein Ort, an dem man ankommt. Es ist die Art und Weise, wie man die Welt betrachtet.“
Ein intimes Archiv der Zeit: Wie schon in den Vorgängern wird die Bildsprache durch Ben Hammers charakteristische handschriftliche Notizenergänzt. Fragmente deutscher Pop-Musik und persönliche Gedanken verweben sich mit den Fotografien zu einem dichten, emotionalen Narrativ. Es ist ein Dialog zwischen dem Bild und dem Wort, zwischen dem Gesehenen und dem Gefühlten.
Das große Finale einer Reise zu sich selbst: Mit „Paradies“ schließt sich der Kreis einer persönlichen Suche, die mit „Das Leben und Sterben des Ben Hammer“ begann und über die Melancholie von „Tage Danach“ führte. Es ist das letzte Kapitel einer Trilogie, das die Rückkehr zum Ich und zum Hier und Jetzt zelebriert. Die visuelle Sprache wechselt dabei zurück zur Farbe: Die warme Ästhetik und die körnigen Texturen des analogen Films verleihen dem Alltag einen goldenen Glanz, während die authentische Unmittelbarkeit der Point-and-Shoot-Kamera jeden Moment ungestellt und ehrlich konserviert. Erschienen im Jahr 2020, ist dieses Werk in einer einmaligen, limitierten Auflage von 1.000 Exemplaren ein zeitloses Dokument der Entschleunigung.


